JavaScript is required

IGA 2027 – die ersten Weichen sind gestellt

Es gibt Termine, bei denen man schon vorher weiß: Das wird spannend.


So war es auch am 21.6.2026. Am Sonntag ging es für uns morgens früh bei bereits muckeligen Temperaturen nach Gelsenkirchen, ins Gemeindezentrum St. Laurentius, wo die Zulosung der Grabstellen und Grabsteine für den Ausstellungs- und Wettbewerbsteil „Grabgestaltung & Denkmal“ für die Internationale Gartenausstellung im kommenden Jahr stattfand.


Los ging es um 9.30 Uhr mit der Begrüßung durch die IGA-Geschäftsführung sowie durch Corinna Klein, Ausstellungsbeauftragte der IGA 2027, die uns zunächst einen Überblick über den Ausstellungsteil gegeben hat.


Und da wurde schnell klar: Das wird nicht klein.


So oder so ist eine Internationale Gartenausstellung etwas Besonderes. Die IGA 2027 einmal mehr, denn sie wird keine Gartenschau an nur einem Ort, sondern eine für das ganze Ruhrgebiet. In Duisburg, Dortmund und eben Gelsenkirchen werden Zukunftsgärten zeigen, wie grüne Räume, Stadtentwicklung, Wasser, Natur und Gartenkultur miteinander verbunden werden können.


Der Ausstellungsteil „Grabgestaltung & Denkmal“ in Gelsenkirchen umfasst insgesamt 3.230 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Es wird Ausstellungsbeiträge in allen drei Zukunftsgärten geben, 42 ausstellende Friedhofsgärtnerinnen und Friedhofsgärtner sowie 36 ausstellende Steinmetzinnen und Steinmetze sind beteiligt. Dazu kommen weitere Beiträge unter anderem vom BIV, der Friedhofsgärtner Dortmund eG und der Arbeitsgruppe Friedhofsbeitrag.


Der klassische Wettbewerb mit den Friedhofsgärtnern und Steinmetzen findet in Gelsenkirchen statt. Dort entstehen 24 Einzelgrabstellen, 17 Doppelgrabstellen, 15 Urnengräber und 5 Gräber in fließender Form.


Nach den Informationen wurde es dann ernst: die Zulosung der Gräber.


Wir werden mit der Grabgestaltung für ein Urnengrab und für ein Grab in fließender Form auf der IGA 2027 vertreten sein, aber zunächst waren die Einzelgräber mit den dazugehörigen Steinen und anschließend die Doppelgrabstellen an der Reihe. Als es dann endlich zu den Urnengräbern kam, wurden besonders Rebekkas, aber natürlich auch meine Nerven noch einmal ein bisschen auf die Probe gestellt.


Unser Los kam nämlich tatsächlich als allerletztes und zwischendurch hatte Rebekka schon kurz die Sorge, ich hätte die Bewerbung für ein Urnengrab vielleicht vergessen.


Hatte ich natürlich nicht.


Bei der Zulosung der Gräber in fließender Form ging es dann deutlich schneller.


Die beiden Steine, die uns zugelost wurden, sind etwas Besonderes. Und durchaus speziell.


Der Stein für das Urnengrab stammt aus der Steinwerkstatt von Ute Middelmann. Es ist ein spannendes Konstrukt, das in der Mitte eine sogenannte Rohrglocke trägt, gehalten von vier Streben. Ute Middelmann war selbst vor Ort und hatte auch ein Modell ihres Steins dabei. So konnte man schon einmal sehr gut ein erstes Gefühl dafür bekommen, womit wir es hier zu tun haben.


Mit Alfred Karbenk, Steinmetz und Bildhauer, dessen Stein mir für die fließende Form zugelost wurde, werde ich mich demnächst in Verbindung setzen.


Und auch wenn in den nächsten Monaten sicher noch viele Gespräche, Überlegungen und Abstimmungen folgen werden, kann ich jetzt schon sagen: Ich bin mit der Zulosung sehr happy.


Jetzt muss man das Ganze erst einmal wirken lassen.


Denn eine gute Grabgestaltung entsteht nicht mal eben zwischen Tür und Angel. Stein, Form, Fläche, Pflanzen, Symbolik und Atmosphäre müssen zusammenfinden. Man schaut, denkt, verwirft vielleicht wieder, entwickelt weiter – und irgendwann entsteht daraus ein Bild, das sich richtig anfühlt.


Im Anschluss ging es noch gemeinsam in den Nordsternpark, um sich einen ersten Überblick über das Gelände zu machen. Natürlich ist dort im Moment noch vieles weit entfernt von dem, was die Besucherinnen und Besucher 2027 auf der IGA erleben werden. Aber an manchen Stellen lässt sich schon erahnen, wohin die Reise geht.


Für uns beginnt damit eine neue, spannende Gartenschau-Etappe. Nach den bisherigen Erfahrungen auf Landes- und Bundesgartenschauen ist die IGA 2027 im Ruhrgebiet noch einmal etwas Besonderes: größer, regionaler, vielschichtiger – und mit Gelsenkirchen gar nicht so weit weg von Neukirchen-Vluyn.


Bis zur Eröffnung im April 2027 ist noch einiges zu tun. Aber die ersten Weichen sind gestellt.

Vortragsraum mit Präsentation zu „Herzlich Willkommen“ auf Bühne, Projektor und Podium.
Vortragende hält Präsentation auf der ISA-Fachkonferenz mit Folie und Publikum.
Diagramm zeigt Umlenkgräber-Grabnummer 61 mit Holzpfosten in Sand, Grab 646, 2011, Universität.
Buchcover: Steinmetz-Katalog K103, Grabnummer 11, Alfred Karbenk, Formen und Bildhauerei.
Buchcover: Steinmetz-Katalog K103, Grabnummer 11, Alfred Karbenk, Formen und Bildhauerei.
Miniaturmodell eines Windparks auf einem Sockel mit vier Turbinen.
Bauland mit vorbereitetem Gelände und frischem Aushub, umgeben von Bäumen unter blauem Himmel.